Layout bei großen Partituren
Layout bei großen Partituren
Hallo!
Wie bekomme ich ein gutes Layout bei großen Partituren hin? Wie ist es sinnvoll und zeitsparend vorzugehen?
Ist meine folgende Vorgehensweise gut oder wie kann ich es besser machen?:
1. Nachdem ich meine Partitur erstellt habe, skaliere ich die Seite z.B. auf 55% und optimiere die Akkoladen.
2. Ich verschiebe bzw. passe Takte ein, da manche Zeilen zu voll sind.
3. Nun sehe ich, dass manche Seiten halb voll sind, weil anscheinend eine 2. Akkolade zu groß ist (im Seiten-Layout habe ich zuvor die Akkolade schon entsprechend klein und passend gezogen!). Klar, ich kann die Skalierung noch kleiner machen, obwohl M.E. bei ca. 45% die Lesbarkeit an seine Grenze stößt. Ich kann sie zwar auch größer machen, damit die Seiten besser ausgefüllt sind, bekomme dafür aber evtl. viele Seiten mehr. Ebenso sehen ja auch nach der Optimierung die Seiten unterschiedlich voll aus.
4. ich skaliere ewig lang rum und optimiere zwischendurch immer wieder. Irgendwie kommt man nie auf das gewünschte!
Wie kann ich das besser machen!
2. Frage:
Sollte meine Partitur letztendlich im Layout gut sein, würde ich gerne eine Partitur von 20 Seiten binden lassen bzw. ein Art Heft/Buch erstellen. Was muß ich dafür beachten und wie kann ich bei beidseitigem Druck entsprechende Seiten auf einem Blatt drucken, um dann eine Bindung vorzunehmen?
Über hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar.
Kantob
Wie bekomme ich ein gutes Layout bei großen Partituren hin? Wie ist es sinnvoll und zeitsparend vorzugehen?
Ist meine folgende Vorgehensweise gut oder wie kann ich es besser machen?:
1. Nachdem ich meine Partitur erstellt habe, skaliere ich die Seite z.B. auf 55% und optimiere die Akkoladen.
2. Ich verschiebe bzw. passe Takte ein, da manche Zeilen zu voll sind.
3. Nun sehe ich, dass manche Seiten halb voll sind, weil anscheinend eine 2. Akkolade zu groß ist (im Seiten-Layout habe ich zuvor die Akkolade schon entsprechend klein und passend gezogen!). Klar, ich kann die Skalierung noch kleiner machen, obwohl M.E. bei ca. 45% die Lesbarkeit an seine Grenze stößt. Ich kann sie zwar auch größer machen, damit die Seiten besser ausgefüllt sind, bekomme dafür aber evtl. viele Seiten mehr. Ebenso sehen ja auch nach der Optimierung die Seiten unterschiedlich voll aus.
4. ich skaliere ewig lang rum und optimiere zwischendurch immer wieder. Irgendwie kommt man nie auf das gewünschte!
Wie kann ich das besser machen!
2. Frage:
Sollte meine Partitur letztendlich im Layout gut sein, würde ich gerne eine Partitur von 20 Seiten binden lassen bzw. ein Art Heft/Buch erstellen. Was muß ich dafür beachten und wie kann ich bei beidseitigem Druck entsprechende Seiten auf einem Blatt drucken, um dann eine Bindung vorzunehmen?
Über hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar.
Kantob
Hallo Kantob!
Zur 1. Frage: Das ist immer eine mühsame Spielerei, und das wird es auch bleiben. Und es ist eine Geschmacksache. Ich habe es z.B. lieber, wenn die Skalierung in der ganzen Partitur gleich bleibt, das ist zum Lesen angenehmer. Wenn dann eine Seite halb voll ist, weil die nächste Akkolade zu groß ist, könnte man manches an der Optimierung verändern, dass z.B. manche Systeme, die leer sind, aber vielleicht den Dirigenten auf ein Instrument hinweisen, das danach bald einsetzt, stehenbleiben.
Zur 2. Frage: Eine Partitur von 20 Seiten als Heft zu erstellen, ist keine Hexerei mehr, das kann ein guter Kopierer alleine. Ich gehe dazu in einen Copy-Shop, da gibt es sogar Geräte, die in einem Arbeitsgang auch das Falten und Heften übernehmen. Für das Drucken ist die Funktion "Broschüren-Druck" gefragt, die die Seiten automatisch so druckt, dass alles passt, auch in Dokumenten, die nicht ein Vielfaches von 4 Seiten haben.
Wenn man's händisch macht, muss man den Drucker auf "2 pro Seite" und "Querformat" stellen und "Druckerränder ignorieren" anwählen. Dann die Seiten beim Druckbefehl händisch ordnen: Ausgehend von einer Seitenzahl von einem Vielfachen von 4 (damit sich's gut ausgeht) kann man von außen nach innen vorgehen, wobei immer zuerst die gerade Seite stehen muss. Also bei 20 Seiten beispielsweise: 20,1,2,19,18,3,4,17 etc.
Peter
Zur 1. Frage: Das ist immer eine mühsame Spielerei, und das wird es auch bleiben. Und es ist eine Geschmacksache. Ich habe es z.B. lieber, wenn die Skalierung in der ganzen Partitur gleich bleibt, das ist zum Lesen angenehmer. Wenn dann eine Seite halb voll ist, weil die nächste Akkolade zu groß ist, könnte man manches an der Optimierung verändern, dass z.B. manche Systeme, die leer sind, aber vielleicht den Dirigenten auf ein Instrument hinweisen, das danach bald einsetzt, stehenbleiben.
Zur 2. Frage: Eine Partitur von 20 Seiten als Heft zu erstellen, ist keine Hexerei mehr, das kann ein guter Kopierer alleine. Ich gehe dazu in einen Copy-Shop, da gibt es sogar Geräte, die in einem Arbeitsgang auch das Falten und Heften übernehmen. Für das Drucken ist die Funktion "Broschüren-Druck" gefragt, die die Seiten automatisch so druckt, dass alles passt, auch in Dokumenten, die nicht ein Vielfaches von 4 Seiten haben.
Wenn man's händisch macht, muss man den Drucker auf "2 pro Seite" und "Querformat" stellen und "Druckerränder ignorieren" anwählen. Dann die Seiten beim Druckbefehl händisch ordnen: Ausgehend von einer Seitenzahl von einem Vielfachen von 4 (damit sich's gut ausgeht) kann man von außen nach innen vorgehen, wobei immer zuerst die gerade Seite stehen muss. Also bei 20 Seiten beispielsweise: 20,1,2,19,18,3,4,17 etc.
Peter
Layout
Hallo Peter,Peter S. hat geschrieben:Hallo Kantob!
Zur 1. Frage: Das ist immer eine mühsame Spielerei, und das wird es auch bleiben. Und es ist eine Geschmacksache. Ich habe es z.B. lieber, wenn die Skalierung in der ganzen Partitur gleich bleibt, das ist zum Lesen angenehmer. Wenn dann eine Seite halb voll ist, weil die nächste Akkolade zu groß ist, könnte man manches an der Optimierung verändern, dass z.B. manche Systeme, die leer sind, aber vielleicht den Dirigenten auf ein Instrument hinweisen, das danach bald einsetzt, stehenbleiben.
Zur 2. Frage: Eine Partitur von 20 Seiten als Heft zu erstellen, ist keine Hexerei mehr, das kann ein guter Kopierer alleine. Ich gehe dazu in einen Copy-Shop, da gibt es sogar Geräte, die in einem Arbeitsgang auch das Falten und Heften übernehmen. Für das Drucken ist die Funktion "Broschüren-Druck" gefragt, die die Seiten automatisch so druckt, dass alles passt, auch in Dokumenten, die nicht ein Vielfaches von 4 Seiten haben.
Wenn man's händisch macht, muss man den Drucker auf "2 pro Seite" und "Querformat" stellen und "Druckerränder ignorieren" anwählen. Dann die Seiten beim Druckbefehl händisch ordnen: Ausgehend von einer Seitenzahl von einem Vielfachen von 4 (damit sich's gut ausgeht) kann man von außen nach innen vorgehen, wobei immer zuerst die gerade Seite stehen muss. Also bei 20 Seiten beispielsweise: 20,1,2,19,18,3,4,17 etc.
Peter
vielen Dank für deine Hinweise. Nochmal zur 1. Frage: Würdest du denn ggf. die Systeme weiter auseinanderziehen, damit die Seite besser aufgeteilt ist, oder merkt man das zu doll?
Tschüß
Kantob
Re: Layout
Ja, aber nur sehr vorsichtig...Kantob hat geschrieben: Würdest du denn ggf. die Systeme weiter auseinanderziehen, damit die Seite besser aufgeteilt ist, oder merkt man das zu doll?
Peter
Natürlich muß man die Systemabstände Zeile für Zeile evtl. verschieden einstellen, wenn die Anzahl der Systeme pro Zeile schwankt -- entweder um eine Akkolade doch noch auf die Seite zu bekommen oder um zu viel leeren Platz auszugleichen. Das wird in jeder anständigen Partitur so gemacht und ist das, was ein sorgfältiges Layout vom Quick'n dirty unterscheidet.
Ich greife in meinen Notenschrank und erwische Mahlers Kindertotenlieder: Auf der ersten Seite stehen die Systeme so eng aneinander, daß Violinschlüssel schon fast miteinander kollidieren (anders wäre nicht der gewünschte Platz für den Seitenkopf mit Titel geblieben), auf den nächsten Seiten gibt es Systemabstände, die doppelt so groß sind (anders wären die Seiten nicht ansehnlich gefüllt gewesen).
Was man möglichst nicht tun sollte, ist Seitengrößen oder Akkoladengrößen verschieden skalieren, das kann nur der letzte Notbehelf sein, wenn es beim besten Willen nicht anders geht.
Ansonsten gibt es keinen Automatismus dafür, das Layouten ist nun einmal etwas, das nur das Auge vernünftig bewerkstelligen kann, da hilft nur fleißig sein. Das gilt nicht erst für große Partituren, sondern z.B. auch schon für Klaviermusik, wo man, abhängig von der Einrichtung vernünftiger Wendestellen und abhängig von dem Platz, den ein Notentext benötigt, 5 bis 6, manchmal aber auch 4 oder 7 Akkoladen pro Seite einrichten muß. Man schaue sich sorgfältig erstellte Klavierausgaben an; dort wird man immer individuelle Systemabstände finden.
Ab 2007, wenn ich's recht entsinne, kann man nicht nur Akkoladen auf der Seite gleichmäßig verteilen, sondern auch Systeme innerhalb von Akkoladen?
Ich greife in meinen Notenschrank und erwische Mahlers Kindertotenlieder: Auf der ersten Seite stehen die Systeme so eng aneinander, daß Violinschlüssel schon fast miteinander kollidieren (anders wäre nicht der gewünschte Platz für den Seitenkopf mit Titel geblieben), auf den nächsten Seiten gibt es Systemabstände, die doppelt so groß sind (anders wären die Seiten nicht ansehnlich gefüllt gewesen).
Was man möglichst nicht tun sollte, ist Seitengrößen oder Akkoladengrößen verschieden skalieren, das kann nur der letzte Notbehelf sein, wenn es beim besten Willen nicht anders geht.
Ansonsten gibt es keinen Automatismus dafür, das Layouten ist nun einmal etwas, das nur das Auge vernünftig bewerkstelligen kann, da hilft nur fleißig sein. Das gilt nicht erst für große Partituren, sondern z.B. auch schon für Klaviermusik, wo man, abhängig von der Einrichtung vernünftiger Wendestellen und abhängig von dem Platz, den ein Notentext benötigt, 5 bis 6, manchmal aber auch 4 oder 7 Akkoladen pro Seite einrichten muß. Man schaue sich sorgfältig erstellte Klavierausgaben an; dort wird man immer individuelle Systemabstände finden.
Ab 2007, wenn ich's recht entsinne, kann man nicht nur Akkoladen auf der Seite gleichmäßig verteilen, sondern auch Systeme innerhalb von Akkoladen?
Geteilte Bratsche ist halbes Leid.
Windows XP - Finale 2005b - 2012a
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Layout
Hallo Kantob, m. M. ist an Deiner Vorgehensweise etwas grundsätzlich falsch: Du solltest auf keinen Fall optimieren, bevor Du die Takte eingepaßt hast, da Du nach der Optimierung fehlende Systeme nicht mehr siehst. Das kannst Du zwar mittels TGTools / Manager für optimierte Akkoladen / Optimierungsfehler anzeigen reparieren, ist aber bei einer großen Partitur sehr mühselig.
Auch wenn das bei großer Besetzung schwierig ist, sollte man die Einteilung zuerst vornehmen. Hier ist natürlich Augenmaß erforderlich, man muß abschätzen, wieviel Systeme auf die Seite passen und wie sich eine sinnvolle Instrumentierung ergibt, damit nicht zu viele leere Takte entstehen und der Dirigent die Übersicht behält. Zumindest mache ich das so. Danach optimiere ich. Verschiedene Skalierungen sollten nur im Notfalle und in einem für das Auge unauffälligen Bereich vorgenommen werden.
Auch wenn das bei großer Besetzung schwierig ist, sollte man die Einteilung zuerst vornehmen. Hier ist natürlich Augenmaß erforderlich, man muß abschätzen, wieviel Systeme auf die Seite passen und wie sich eine sinnvolle Instrumentierung ergibt, damit nicht zu viele leere Takte entstehen und der Dirigent die Übersicht behält. Zumindest mache ich das so. Danach optimiere ich. Verschiedene Skalierungen sollten nur im Notfalle und in einem für das Auge unauffälligen Bereich vorgenommen werden.
Man kann nicht mit jedem Lied jeden ansprechen:
Der eine find’s gut, der andre muß brechen.
Ulrich Roski
Sibelius 2025.7+Dorico 6+MuseScore 4.5.2
MacOS 13.7.8/iMac 27"/MacBook Pro 17"
Der eine find’s gut, der andre muß brechen.
Ulrich Roski
Sibelius 2025.7+Dorico 6+MuseScore 4.5.2
MacOS 13.7.8/iMac 27"/MacBook Pro 17"
Hallo Ingo und alle Layouter!
Ja, ich würde gerne die Takte erst einpassen und dann optimieren. Allerdings könnte es doch aber sein, dass ich in einer größeren Partitur ein sehr vollen Takt gegenüber anderen Stimmen habe. Wenn ich diesen in eine Akkolade einpasse, wo ich meine das die Akkolade gut aussieht, muß das doch nicht nach der Optimierung genauso sein, weil die Takte doch automatisch anders eingepasst werden - oder nicht? Oder kann ich Finale anweisen, dass die Takteinpassung im Stück beibehalten werden soll?
Ich möchte nochmal anders fragen und wissen ob meine folgende Arbeitsreihenfolge wirklich in die Sackgasse führt.
1. Optimieren damit ich dann erkenne, wo letztendlich zu volle Takte/Akkoladen sind, die verbessert werden müssen.
2. Nun sehe ich, dass die Seitenaufteilung schlecht ist und versuche das ganze Stück experimentierweise hoch oder runter zu skalieren (alle Seiten gleichmäßig!) und mache immer wieder Schritt 1. dazwischen.
3. Habe ich eine gute Skalierung und Aufteilung/Ausrichtung der Musik gefunden
4. kommt die Aktion "Stimmen herausschreiben". Gibt es Probleme bei optimierten Stücken Stimmen heraus zu schreiben?
Über Antwort freue ich mich.
Viele Grüße
Kantob
----------------------
Windows XP, Finale 2009
Viele Grüße
Kantob
----------------------
Windows XP, Finale 2009
Kantob, die Funktion "Optimieren" hat mit der Funktion "Takte in Zeilen einpassen" nichts zu tun. Die "Optimierung" bedeutet, daß leere Systeme auf Wunsch nicht angezeigt werden, individuelle Systemabstände pro Zeile möglich sind, individuelle Positionierungen von Klammern etc.
Das hat nichts mit dem Zeilenumbruch zu tun. Der ändert sich weder, wenn du eine Akkolade "optimierst", noch wenn du die "Optimierung" beseitigst. Um Zeilenumbrüche einzufrieren, also erneuten unerwünschten Umbruch zu verhindern, gibt es die Funktion "Taktgruppen fixieren".
Normalerweise sollte die Größenskalierung zuerst feststehen. Die hängt vom Verwendungszweck ab. Eine Taschenpartitur zum Mitlesen mag man noch mit 55% Seitenskalierung einrichten können, fürs Dirigentenpult ist das zu klein. Ob man den Kompromiß eingeht, die Rastralhöhe zu verkleinern, um noch alle Systeme einer umfangreichen Partitur auf A4 zu quetschen, muß man vielleicht im Einzelfall entscheiden. Ab einem gewissen Umfang geht's auf A4 aber nicht mehr und ist dem Dirigentenpult nicht zuzumuten.
Bei Stimmen ist selten ein Kompromiß nötig, da hat die Rastralhöhe ca. 7,2 mm zu betragen, sonst werden die Geiger, die zu zweit von einem Pult zu lesen haben, evtl. mit den Augen blinzeln müssen.
Erst wenn die Skalierung gewählt ist, kann man am Zeilenumbruch und an der "Optimierung" werkeln. Umgekehrt macht's keinen Sinn.
Vielleicht verstehst du unter "Skalierung" etwas anderes? Systemabstände? Taktverteilung?
Das hat nichts mit dem Zeilenumbruch zu tun. Der ändert sich weder, wenn du eine Akkolade "optimierst", noch wenn du die "Optimierung" beseitigst. Um Zeilenumbrüche einzufrieren, also erneuten unerwünschten Umbruch zu verhindern, gibt es die Funktion "Taktgruppen fixieren".
Normalerweise sollte die Größenskalierung zuerst feststehen. Die hängt vom Verwendungszweck ab. Eine Taschenpartitur zum Mitlesen mag man noch mit 55% Seitenskalierung einrichten können, fürs Dirigentenpult ist das zu klein. Ob man den Kompromiß eingeht, die Rastralhöhe zu verkleinern, um noch alle Systeme einer umfangreichen Partitur auf A4 zu quetschen, muß man vielleicht im Einzelfall entscheiden. Ab einem gewissen Umfang geht's auf A4 aber nicht mehr und ist dem Dirigentenpult nicht zuzumuten.
Bei Stimmen ist selten ein Kompromiß nötig, da hat die Rastralhöhe ca. 7,2 mm zu betragen, sonst werden die Geiger, die zu zweit von einem Pult zu lesen haben, evtl. mit den Augen blinzeln müssen.
Erst wenn die Skalierung gewählt ist, kann man am Zeilenumbruch und an der "Optimierung" werkeln. Umgekehrt macht's keinen Sinn.
Vielleicht verstehst du unter "Skalierung" etwas anderes? Systemabstände? Taktverteilung?
Geteilte Bratsche ist halbes Leid.
Windows XP - Finale 2005b - 2012a
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Tausig hat geschrieben: Vielleicht verstehst du unter "Skalierung" etwas anderes? Systemabstände? Taktverteilung?
Hallo Tausig!
Ich verstehe darunter lediglich die Seitenskalierung.
Besteht die Möglichkeit, dass ich dir zwei meiner Partituen mal als persönliche Nachricht übersende und du sie mir mal nach deinen Vorstellungen layoutest?
Auch aufgrund meiner hochgradigen Sehbehinderung wäre das mir eine effektive und große Hilfe.
Viele Grüße
Kantob
Du schreibst leider nicht, mit welcher Programm-Version du arbeitest. Ich bin bei 2005 stehen geblieben und kann spätere Dateien nur öffnen und keine Änderungen darin abspeichern. Poste die Dateien doch einfach hier, dann können auch andere dir Tips dazu geben.
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Tausig hat geschrieben:Du schreibst leider nicht, mit welcher Programm-Version du arbeitest. Ich bin bei 2005 stehen geblieben und kann spätere Dateien nur öffnen und keine Änderungen darin abspeichern. Poste die Dateien doch einfach hier, dann können auch andere dir Tips dazu geben.
Hallo!
Ich sende zwei Datein mit:
1. Der Heiland ist... : Das ist mein Layout, wie ich es eigentlich für gut befinden würde. Der große Nachteil ist, dass es leider nur ein 61% hat und ich es eigentlich etwas klein finde. (Ich merke gerade, dass ich nur ein Anhang machen kann, der zweite folgt)
2. Ach Herr, .... : Habe am Layout noch nichts getan und wäre über Tips und Umänderungen dankbar.
Beide Datein dürfen verändert werden! Allerdings wäre ich über eine kurze Dokumentation der jeweiligen Schritte dankbar, damit ich es nachvollziehen kann. Es geht mir hierbei nicht um meine Faulheit es selbst zu machen, sondern im Gegenteil um Tips, wie ich es examplarisch in Zukunft besser machen kann! Auch über die Aktion "Stimmen herausschreiben" und dessen Layout würde ich mich freuen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Über Antwort freue ich mich.
Viele Grüße
Kantob
----------------------
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Viele Grüße
Kantob
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Kantob hat geschrieben:Tausig hat geschrieben:Jetzt die zweite Partitur
Hallo!
Ich sende zwei Datein mit:
1. Der Heiland ist... : Das ist mein Layout, wie ich es eigentlich für gut befinden würde. Der große Nachteil ist, dass es leider nur ein 61% hat und ich es eigentlich etwas klein finde. (Ich merke gerade, dass ich nur ein Anhang machen kann, der zweite folgt)
2. Ach Herr, .... : Habe am Layout noch nichts getan und wäre über Tips und Umänderungen dankbar.
Beide Datein dürfen verändert werden! Allerdings wäre ich über eine kurze Dokumentation der jeweiligen Schritte dankbar, damit ich es nachvollziehen kann. Es geht mir hierbei nicht um meine Faulheit es selbst zu machen, sondern im Gegenteil um Tips, wie ich es examplarisch in Zukunft besser machen kann! Auch über die Aktion "Stimmen herausschreiben" und dessen Layout würde ich mich freuen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Über Antwort freue ich mich.
Viele Grüße
Kantob
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Tja, das ist auch ein bisschen Geschmacksache. Ich finde das Layout vom „Heiland” ok, auf A4 aber definitiv zu klein. Auf DIN A3 skaliert wäre es aber vertretbar. Wenn du keinen A3 Drucker besitzt, kannst du auch im Copyshop einen A4 Ausdruck auf A3 vergrößern lassen.
Der Text ist zwar auch bei A3 noch nicht gut zu lesen, das ist aber für den Dirigenten vielleicht nicht ganz so tragisch...
Eine andere Möglichkeit wäre, die Partitur im A4 Querformat zu drucken, dann ist jede Akkolade so groß wie bei der A3 Version, du hast aber nur eine Akkolade pro Seite. Dafür musst du das Ganze nicht im Copyshop vergrößern.
Zu deinem anderen Stück:
Zunächst würde ich dafür sorgen, dass jeder neue Satz mit einer neuen Zeile beginnt. Geht natürlich händisch, du kannst aber auch schon in der fortlaufenden Ansicht den ersten Takt jedes Abschnitts doppelklicken und „neue Zeile beginnen” anwählen.
Danach würde ich es genauso layouten wie das andere. Es gibt ja keine Stelle im Stück, an der du alle Systeme benötigst, die maximale Auslastung ist im 3. Satz, wo alle Streicher, Cembalo, Solobass und Chor beteiligt sind. Der Solosopran pausiert hier, so dass du schonmal grundsätzlich mindestens ein System weniger in jeder Akkolade hast. Ich würde pro Satz die Systeme wegoptimieren, die im ganzen Satz nichts zu spielen haben, im dritten Satz also nur den Solosopran. Violinen, Bratsche und Chor würde ich komplett drinlassen, auch wenn am Anfang nichts kommt.
Dann würde ich die gesamte Partitur so skalieren, dass in diesem 3. Satz zwei Akkoladen auf eine Seite passen. Die anderen Sätze, die weniger Systeme haben würde ich dann so anpassen, dass es gleichmäßig aussieht, also in denen, wo nur ein System weniger ist, den Abstand zwischen den beiden Akkoladen vergrößern, dort, wo es deutlich weniger Systeme sind, z.B. in der Ouvertüre, evt. auch noch die Systemabstände innerhalb der Akkoladen vergrößern.
Gilt alles natürlich wieder nur dann, wenn die Partitur hinterher A3 Format hat.
MM
Der Text ist zwar auch bei A3 noch nicht gut zu lesen, das ist aber für den Dirigenten vielleicht nicht ganz so tragisch...
Eine andere Möglichkeit wäre, die Partitur im A4 Querformat zu drucken, dann ist jede Akkolade so groß wie bei der A3 Version, du hast aber nur eine Akkolade pro Seite. Dafür musst du das Ganze nicht im Copyshop vergrößern.
Zu deinem anderen Stück:
Zunächst würde ich dafür sorgen, dass jeder neue Satz mit einer neuen Zeile beginnt. Geht natürlich händisch, du kannst aber auch schon in der fortlaufenden Ansicht den ersten Takt jedes Abschnitts doppelklicken und „neue Zeile beginnen” anwählen.
Danach würde ich es genauso layouten wie das andere. Es gibt ja keine Stelle im Stück, an der du alle Systeme benötigst, die maximale Auslastung ist im 3. Satz, wo alle Streicher, Cembalo, Solobass und Chor beteiligt sind. Der Solosopran pausiert hier, so dass du schonmal grundsätzlich mindestens ein System weniger in jeder Akkolade hast. Ich würde pro Satz die Systeme wegoptimieren, die im ganzen Satz nichts zu spielen haben, im dritten Satz also nur den Solosopran. Violinen, Bratsche und Chor würde ich komplett drinlassen, auch wenn am Anfang nichts kommt.
Dann würde ich die gesamte Partitur so skalieren, dass in diesem 3. Satz zwei Akkoladen auf eine Seite passen. Die anderen Sätze, die weniger Systeme haben würde ich dann so anpassen, dass es gleichmäßig aussieht, also in denen, wo nur ein System weniger ist, den Abstand zwischen den beiden Akkoladen vergrößern, dort, wo es deutlich weniger Systeme sind, z.B. in der Ouvertüre, evt. auch noch die Systemabstände innerhalb der Akkoladen vergrößern.
Gilt alles natürlich wieder nur dann, wenn die Partitur hinterher A3 Format hat.
MM
Ich kann nur sagen, wie ICH es machen würde; das muß nicht heißen, daß andere es nicht besser machen.
Ich habe zunächst alle Optimierungen beseitigen, alle fixierten Taktgruppen aufgelöst, dann die Systemabstände insgesamt global verkleinert. Die Seiten- und Akkoladenskalierung habe ich so eingestellt, daß bei nicht optimierten Akkoladen zwei Akkoladen auf eine Seite passen. Außerdem habe ich die Bebalkung gemäß 6/4-Takt eingestellt (bei dir 6 einzelne Viertel anstatt zwei punktierte Halbe).
Von anfänglichen 61% Seitenskalierung ist die Größe so immerhin auf 73% angestiegen bei durchgehend 100% Akkoladenskalierung gegenüber ursprünglichen 90%. Das ist immer noch ein Zugeständnis an das A4-Format, aber wenigstens braucht man nun keine Lupe mehr.
Danach folgt die mühsame Kleinarbeit:
Die erste Akkolade eines Satzes sollte vollständig sein, damit alle Stimmen als Besetzungsübersicht angezeigt werden. Erst ab der zweiten Akkolade sollte man Systeme ausblenden. Also optimiert man die erste Akkolade, ohne leere Systeme zu verstecken, und blendet erst ab der zweiten Akkolade Systeme aus.
Jetzt erst kann man den Zeilenumbruch bearbeiten und muß dabei so lange Takte verschieben, Akkoladenoptimierungen wieder beseitigen und wieder optimieren, bis der ganze Satz einigermaßen gleichmäßig verteilt ist und möglichst auf Seitengrenze endet.
Erst dann geht es an die Feinarbeit, nämlich an die Bearbeitung individueller Systemabstände pro Akkolade und auch die Einstellungen der Grundlinien des Liedtextes, die von Akkolade zu Akkolade verschieden sind.
Danach geht es an die Feinpositionierung von Zeichen. ("Arco" und "pizz." würde ich als notenbezogene Zeichen setzen; bei dir sind sie anscheinend außerdem dem falschen System zugeordnet, denn sie verschieben sich zusammen mit dem falschen System, wenn man Systemabstände ändert.)
Zum Schluß: Ausdrucken, Korrektur lesen, korrigieren. Dann: ausdrucken, Korrektur lesen, korrigieren. Dann: ausdrucken... ad infinitum. (Es gibt keine "Metalloophone"; wahrscheinlich, nehme ich an, ist es auch nur ein einziges, genauso wie das Xylophon, das bei dir auch in der Mehrzahl auftaucht?)
Das alles ist, leider, sehr viel Arbeit. Deswegen habe ich mir nicht die Mühe gemacht, deine Datei im einzelnen so zurechtzurücken, wie ich es machen würde, sondern nur die ersten 2 Seiten editiert, so gut es in kurzer Zeit zu machen ist. Da ich mit 2005 arbeite und du mit 2004, hat es keinen Sinn, wenn ich dir nun die bearbeitete 2005-Version hier posten würde, du könntest sie nicht öffnen. Deswegen im Anhang nur eine PDF-Datei.
Zur zweiten Datei hat Massmover ja einiges gesagt.
Ich habe zunächst alle Optimierungen beseitigen, alle fixierten Taktgruppen aufgelöst, dann die Systemabstände insgesamt global verkleinert. Die Seiten- und Akkoladenskalierung habe ich so eingestellt, daß bei nicht optimierten Akkoladen zwei Akkoladen auf eine Seite passen. Außerdem habe ich die Bebalkung gemäß 6/4-Takt eingestellt (bei dir 6 einzelne Viertel anstatt zwei punktierte Halbe).
Von anfänglichen 61% Seitenskalierung ist die Größe so immerhin auf 73% angestiegen bei durchgehend 100% Akkoladenskalierung gegenüber ursprünglichen 90%. Das ist immer noch ein Zugeständnis an das A4-Format, aber wenigstens braucht man nun keine Lupe mehr.
Danach folgt die mühsame Kleinarbeit:
Die erste Akkolade eines Satzes sollte vollständig sein, damit alle Stimmen als Besetzungsübersicht angezeigt werden. Erst ab der zweiten Akkolade sollte man Systeme ausblenden. Also optimiert man die erste Akkolade, ohne leere Systeme zu verstecken, und blendet erst ab der zweiten Akkolade Systeme aus.
Jetzt erst kann man den Zeilenumbruch bearbeiten und muß dabei so lange Takte verschieben, Akkoladenoptimierungen wieder beseitigen und wieder optimieren, bis der ganze Satz einigermaßen gleichmäßig verteilt ist und möglichst auf Seitengrenze endet.
Erst dann geht es an die Feinarbeit, nämlich an die Bearbeitung individueller Systemabstände pro Akkolade und auch die Einstellungen der Grundlinien des Liedtextes, die von Akkolade zu Akkolade verschieden sind.
Danach geht es an die Feinpositionierung von Zeichen. ("Arco" und "pizz." würde ich als notenbezogene Zeichen setzen; bei dir sind sie anscheinend außerdem dem falschen System zugeordnet, denn sie verschieben sich zusammen mit dem falschen System, wenn man Systemabstände ändert.)
Zum Schluß: Ausdrucken, Korrektur lesen, korrigieren. Dann: ausdrucken, Korrektur lesen, korrigieren. Dann: ausdrucken... ad infinitum. (Es gibt keine "Metalloophone"; wahrscheinlich, nehme ich an, ist es auch nur ein einziges, genauso wie das Xylophon, das bei dir auch in der Mehrzahl auftaucht?)
Das alles ist, leider, sehr viel Arbeit. Deswegen habe ich mir nicht die Mühe gemacht, deine Datei im einzelnen so zurechtzurücken, wie ich es machen würde, sondern nur die ersten 2 Seiten editiert, so gut es in kurzer Zeit zu machen ist. Da ich mit 2005 arbeite und du mit 2004, hat es keinen Sinn, wenn ich dir nun die bearbeitete 2005-Version hier posten würde, du könntest sie nicht öffnen. Deswegen im Anhang nur eine PDF-Datei.
Zur zweiten Datei hat Massmover ja einiges gesagt.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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