Tempo angabe mit Noten und Bindebogen/Haltebogen

Schwierige oder kniffelige Probleme, Feinheiten des Notensatzes etc.
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Wolfram Widmer
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Tempo angabe mit Noten und Bindebogen/Haltebogen

Beitrag von Wolfram Widmer » Fr Nov 17, 2017 1:03 pm

Hallo Zusammen.

ich muss gerade eine Tempoangabe mit noten machen im 5/8 Takt.
"Halbe Note" und "achtel Note" "= Tempo 50" (siehe Bild)
soweit hab ich es auch geschafft aber ich muss die zwei noten noch mit einem Bindebogen/Haltebogen verbinden ?Geht das in Finale?
Wenn ja, wie?

VielenDank für die Hilfe
Wolfram
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Alfred
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Beitrag von Alfred » Sa Nov 18, 2017 6:08 pm

Hallo Wolfram,
wer schreibt denn diese ungewöhnliche Taktzusammensetzung vor?
Ist sie so gewollt oder aus Unkenntnis so entstanden?
Normalerweise setzt sich der 5/8 Takt aus 3 und 2 Achteln zusammen oder
umgekehrt aus 2 und 3 Achteln, je nach gewünschtem Metrum. Recht abnorm
ist allerdings Deine Zusammensetzung mit einer Halben und einem Achtel.
Ich weiß, das ist nicht Deine Frage, jedoch auch bedenkenswert.
Zur technischen Ausführung mit Finale habe ich im Moment auch keine Lösung.

Gruß
Alfred
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ogirem
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Beitrag von ogirem » Sa Nov 18, 2017 7:22 pm

Den gewünschten Bogen kannst du als Elisionsbogen zwischen die beiden Noten setzen. Schreibe dazu zwischen die beiden Notenwerte den Buchstaben (groß) ›I‹. Zunächst erscheint ein anderes Zeichen, weil du ja vermutlich im Zeichensatz ›Engraver Text T‹ bist. Daher das ›I‹ markieren und den Font ›Engraver Font Set‹ auswählen. Dann wird daraus ein Elisionsbogen, den man aber etwas größer einstellen sollte (18p). Die Tempoangabe sieht auch in meinen Augen sehr ungewöhnlich aus, aber die Methode bringt dich auf jeden Fall zum gewünschten Ergebnis. :)
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Ingo
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Beitrag von Ingo » So Nov 19, 2017 5:16 am

Es gibt einige Zeichensätze, mit denen man sowas ohne Bastelei einfach als Text schreiben kann, z.B. Bach und Rhythms.
Statt des Bogens würde ich hier allerdings eher ein Pluszeichen verwenden, dann wird's noch einfacher.
Man kann nicht mit jedem Lied jeden ansprechen:
Der eine find’s gut, der andre muß brechen.

Ulrich Roski

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Heinz
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Beitrag von Heinz » So Nov 19, 2017 9:29 am

Hallo Wolfram, die Frage nach Haltebogen geht auch mit Ebene wählen, "schnelle Eingabe, und dann Shift+Underline" oder Bindebogen "Werkzeug für intelligente Zeichen" und Bogen wählen. Je nachdem was man möchte.
Gruß Heinz

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Wolfram Widmer
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Beitrag von Wolfram Widmer » Mo Nov 27, 2017 7:22 pm

Alfred hat geschrieben: wer schreibt denn diese ungewöhnliche Taktzusammensetzung vor?
Ist sie so gewollt oder aus Unkenntnis so entstanden?
Das ist die Vorgabe des Arrangeurs, ich glaube er weiß was er da tut.
das is für ein Duo von Béla Bartók...

Vielen Dank für die anderen Beiträge, es hat super funktioniert

Gruß Wolfram
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Ingo
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Beitrag von Ingo » Di Nov 28, 2017 5:13 am

Alfred hat geschrieben: Normalerweise setzt sich der 5/8 Takt aus 3 und 2 Achteln zusammen oder
umgekehrt aus 2 und 3 Achteln, je nach gewünschtem Metrum
Natürlich ist die metrische Zusammensetzung bei Bartók wie anderen von Volksmusik (Balkan, auch süddeutscher Zwiefacher) inspirierten Kompositionen genauso, wechselt aber wahrscheinlich im Stück, sodaß das Tempo verkürzt geschrieben steht. Andernfalls müßte man korrekt, aber umständlich 2/8+3/8 bzw. 3/8+2/8 = 50 schreiben.
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Beitrag von Alfred » Di Nov 28, 2017 7:28 pm

Ja, Bartok ist ein typischer Vertreter dieser (bulgarischen) unregelmäßigen Taktarten. Diese wurden auch erst im 19. Jahrhundert in Mitteleuropa bekannt.
Aufschluss über das von Bartok gewollte Metrum würde allerdings das Autograph geben, könnte man die bartoksche Balkensetzung sehen.

Lieber Ingo, eine vereinfachte Schreibweise wäre allerdings auch 2+3/8 = 50.
Allerdings verstehe ich nicht, was Du mit "sodaß das Tempo verkürzt geschrieben steht" meinst. Meiner Meinung nach sollten sich dem Spieler auch aus der Tempoangabe die Grundschläge erschließen; eine Halbe und ein Achtel im Wechsel ist bestimmt nicht gedacht oder mindestens zweifelhaft. Die Balken könnten das Rätsel lösen.
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Ingo
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Beitrag von Ingo » Mi Nov 29, 2017 3:22 am

Lieber Alfred, Du hast natürlich recht: 4+1 ist gewiß nicht der Rhythmus. Aber aus der Zusammensetzung 2+3 geht nicht hervor, daß in dem Stück wahrscheinlich auch die umgekehrte Folge vorkommt: genau das, was den Reiz und den ungeheuren »Drive« dieser Musik ausmacht.
Man könnte auch Achtel=10 schreiben, falls aber die M.M. von Bartók selbst stammt, würde ich respektvoll dessen Angabe übernehmen.
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Beitrag von Alfred » Mi Nov 29, 2017 6:38 pm

Kleiner Flüchtigkeitsfehler, lieber Ingo, sollte bestimmt Achtel = 250 heißen.
Klar ist, das die Angaben 2+3/8 oder eben auch Halbe+Achtel diesen "Drive" nicht bringen werden, weil das Metrum damit durchgehend festgelegt ist. Jedoch der 5/8 Takt dem Spieler aber die Freiheit gibt, aus melodischer und rhythmischer Führung des musikalischen Verlaufs den Betonungswechsel selber zu ergründen und entsprechend auszuführen. Ist halt etwas anspruchvoller, doch für einen Musiker befriedigender.
Bartok ist selbstverständlich "first".

Eine schöne Adventszeit.
Alfred
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Beitrag von Ingo » Mi Nov 29, 2017 6:58 pm

… peinlich, wenn man Multiplikation und Divsision verwechselt … :oops:
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