Angeregt durch einen Dorico-Post im Notat.io-Forum zu einer Klavierpartitur vom Henle-Verlag habe ich versucht die Henle Partitur nachzubauen.
Aber mit entscheidender Einschränkung: möglichst ausschließlich die Voreinstellungen von Perfect Layout und Finale verwenden.
Die zentrale Frage war also:
Kann man für so eine eng layoutete Notenseite in Finale sehr gute Ergebnisse mit den Standardeinstellungen hinbekommen – ganz ohne manuelle Nachbearbeitung?
Ich begann mit dem Standard-Finale-Dokument, wechselte dann zur Musikschrift "VintageGHMA" von Wess Music, zur Textschrift "Old Music Standard" von OCTO und wendete anschließend Perfect Layout v4 an.
Abgesehen von einer kleinen Anpassung für Takt 75, um den ungewöhnlichen Stil „keine Triolenklammer über Viertelnoten" (wie im Henle-Original) beizubehalten, konnte ich die Standardeinstellungen beibehalten.
Hier ist das Ergebnis.
Die beiden Partituren als hochauflösendes PDF:
https://elbsound.studio/download.php?f= ... Layout.pdf


Nach Anpassung der Schriftarten zu "VintageGHMA" und "Old Music Standard" und nach Anwendung von "Perfect Layout"

Das Live-Video dazu:
https://elbsound.studio/perfect-layout/ ... red+Layout
Das nur 2-minütige Video zeigt den kurzen Prozess von der uneditierten Finale-Datei mit Maestro-Schrift bis hin zu einem Ergebnis im Henle-Stil mit VintageGHMA, Old Music Standard und dem Perfect-Layout-Plugin.
Am Ende des Videos gibt es noch eine kleine Überraschung: die komplette Partitur in einer handschriftlichen Notenschrift.
Ok, das brauchen wir nicht wirklich
Zwei weitere Finale-Plugins seien noch erwähnt:
Im Video verwende ich mein unveröffentlichtes Plugin vom Music Font Comparison, das eine schnelle Umstellung von Maestro/Times New Roman auf VintageGHMA/Old Music Standard ermöglicht. Umsetzbar ist es aber auch über Finales eigene Schrift-Funktionen.
Um den Balkenstil von Henle zu treffen, habe ich das Finale-Plugin „Patterson Beams“ verwendet. Während der Verarbeitung weist „Perfect Layout“ den Nutzer darauf hin, „Patterson Beams“ zur Optimierung der Balken zu verwenden.
Besonderer Dank gilt dem G. Henle Verlag für die freundliche Genehmigung zur Verwendung der Seite für dieses Beispiel.
Quelle: https://www.henle.de/de/Annees-de-peler ... ie/HN-1389 (Seite 37)